Gepostet von Seth am Mai 8, 2011 in Argentinien | Keine Kommentare
Der Tourismus in Argentinien ist inzwischen in vielen Gebieten des südamerikanischen Landes einer der Hauptzweige des Dienstleistungsgewerbes geworden. Er findet insbesondere in den Gebieten nahe der Küste statt, doch auch in den vielen verschiedenen, attraktiven Landschaften, die das Land bei Besuchern aus aller Welt besonders beliebt machen. Argentinien ist ein so genanntes Schwellenland, doch gibt es hier bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts Tourismus, der seitdem von den Einwohnern Argentinien selbst getragen wurde. Ursache dafür ist die reiche Vergangenheit und die traditionell starke Mittelschicht des Landes, die noch heute den Großteil des Tourismus trägt. Bezüglich der Besucher aus dem Ausland unterliegt der Tourismus in Argentinien Schwankungen, welche durch den Wechselkurs der Währung begründet werden und dem dadurch schwankenden Preisniveau.
Ein großer Teil des Tourismus in Argentinien findet in den Sommerferien statt, die zwischen Mitte Dezember und Anfang März, also den argentinischen Sommermonaten, liegen. Traditionell hat der Monat Januar die höchsten Urlauberzahlen, da zu diesem Zeitpunkt auch die Angestellten des den öffentlichen Dienstes Urlaub machen und viele Behörden dann entweder ganz geschlossen sind oder mit verminderten Personalzahlen arbeiten. Viele argentinische Städte sind im Januar nahezu ausgestorben. Doch auch während der Wintersaison im Juli wird viel gereist. Dann jedoch eher in den Norden, wie beispielsweise nach Cordoba, Jujuy oder Misiones, obwohl auch die Badeorte zu dieser Zeit von einigen Besuchern angesteuert werden. Insgesamt konzentriert sich der Tourismus in Argentinien weitgehend auf relativ kleine und begrenzte Gebiete. Neben der Atlantikküste der Provinz Buenos Aires mit ihren Badeorten ist auch die Gegend um die Sierras de Córdoba in Zentralargentinien zu nennen sowie die Anden in Patagonien. Die Atlantikküste in der Provinz Buenos Aires gilt als erstes nennenswertes touristisches Gebiet Argentiniens. Ende des 19. Jahrhunderts begann hier die Entwicklung in Mar del Plata. Dies ist bis heute das größte und auch das beliebteste Seebad des südamerikanischen Landes. Weitere Orte folgten im Laufe des 20. Jahrhunderts. Die gesamte Region hat aufgrund dieser Entwicklung auch heute noch eine exzellente Infrastruktur bestehend aus Hotels und Gastronomiebetrieben für jeden Geschmack und Geldbeutel und hervorragende Verkehrsanbindungen. Zirka vier Millionen Gäste kommen Jahr für Jahr in diese Region, wobei es sich hauptsächlich um Argentinier handelt. Neben Mar del Plata gibt es noch Neochea, Villa Gesell, Pinamar, Miramar und die Atlántida Argentina, eine ganze Kette von Badeorten, die an der Mündung des Río de la Plata liegen.
In den 1930er Jahren stiegen die Sierras de Córdoba zu einer bedeutsamen Fremdenverkehrsregion auf. Nennenswerte Orte sind beispielsweise Villa Carlos, Paz Cosquín, La Falda, Villa Giardino, Santa Rosa de Calamuchita oder Mina Clavero. Hier gibt es auch den Nationalpark Quebrada del Condorito. Auch die südlichen Anden sind bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts ein beliebtes Touristenziel. In der Provinz Santa Cruz sind die größten Gletscher außerhalb der Polargebiete zu besichtigen, während die Provinz Misiones mit intakten Regenwäldern und den Wasserfällen von Iguazu aufwartet. Im Norden locken hübsche Kolonialstädte und natürlich ist auch die Hauptstadt Buenos Aires ein wichtiges Ziel für den Toursimus in Argentinien. Und nicht zu vergessen Feuerland, die Insel an der Südspitze Argentiniens.
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