Gepostet von Seth am Mai 26, 2011 in Uruguay | 1 Kommentar
Uruguay ist nach Surinam der zweitkleinste Staat in Südamerika. Im Norden grenzt das Land an Brasilien, im Osten liegt der riesige Atlantik, im Westen Argentinien und im Süden besteht die Grenze vom Fluss Rio de la Plata, dem Silberfluss, in dem die Spanier bei der Entdeckung des Landes zahlreiche Schätze vermuteten. Das Land ist tatsächlich reich, doch waren es eher die Pferde und Rinder, die von den Spaniern ausgesetzt wurden und die auf den weiten Grasebenen der Pampa zu großen Herden wurden und den wirtschaftlichen Aufschwung Uruguays begründeten.
Woher der ulkige Name Uruguay stammt, ist nicht ganz klar. In der Sprache der indianischen Ureinwohner vermutet man den Ursprung, wonach die Übersetzung „Fluss der bunten Vögel“ heißen könnte oder auch „Schneckenfluss“, eine weitere Interpretationsmöglichkeit ist auch „Fluss der Essensbringer.“ Von den nur rund 177.000 Quadratkilometern sind rund 2.600 Quadratkilometer mit Wasser bedeckt. Damit ist Uruguay gerade einmal so groß wie Österreich und Ungarn zusammen. Der Süden des Landes ist fast völlig flach, jedoch mit spektakulären Steilküsten am Atlantik. Neben den weiten Flächen der Pampa gibt es fruchtbares Ackerland, jedoch kaum Wald. Das subtropische Klima herrscht im Norden und eher gemäßigtes Klima im Süden des Landes. Da Uruguay auf der Südhalbkugel liegt, ist es dort im Januar am wärmsten und der Juni ist der kälteste Monat. Die Temperaturen an den Küsten sind nahezu mediterran. Weil es keine Berge gibt, ist es in Uruguay nicht ungewöhnlich, dass es schnelle Wetteränderungen gibt und nach einer längeren Periode der Trockenheit folgen oft schnell heftige Regenfälle. Uruguay wurde von den Spaniern um 1516 erobert und in seiner heutigen Form 1624 gegründet. Häufige Konflikte mit den Nachbarn Argentinien und Brasilien prägten die Geschichte des Landes.
Die Hauptstadt Montevideo hat knapp 1,5 Millionen Einwohner und ist die einzige Großstadt des Landes, zugleich verfügt sie über den wichtigsten Hafen und ist zudem das zentrale Industrie- und Handelszentrum Uruguays. Fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung lebt in der Hauptstadt, die als eine der sichersten Städte der Welt gilt nach Tokio. Bekannt ist Uruguay für den Badeort Punta del Este, der etwa 140 Kilometer östlich der Hauptstadt gelegen ist. Punta del Este gilt als Saint Tropez Südamerikas, denn in den Wintermonaten, wenn dort Sommer ist, trifft sich dort alles, was in Südamerika Rang und Namen hat und die Stadt bietet Segelregatten, schicke Modeschauen und sportliche Events, die tausende von Touristen anlocken. Die Amtssprache des Landes ist Spanisch, doch die Umgangssprache weicht vom bekannten Spanisch aus Europa stark ab, da das Land sehr von den Einwanderern, insbesondere denen aus Italien, beeinflusst wurde. Wie viele andere Länder auch ist Uruguay vorwiegend katholisch, wenngleich die Kirche hier weniger Einfluss hat als anderswo in Lateinamerika. Auch viele Deutsche zog es seit Mitte des 19. Jahrhunderts nach Uruguay, noch immer leben zirka 10.000 Deutsche dort und sie stellen nach den Spaniern und Italienern eine der stärksten Einwanderergruppen dar. Die Infrastruktur Uruguays ist für Reisen gut geeignet, neben über 2000 Kilometern Eisenbahnschienen gibt es auch knapp 9000 Kilometer Straße und 1600 schiffbare Wasserwege.
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